ADA Schein in 4 Tagen

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ADA Schein in 4 Tagen 2018-02-24T16:17:01+00:00

Ausbildung der Ausbilder nach AEVO Ausbildereignungsverordnung

Ausbilderschein nach AEVO- Ausbildereignungsverordnung auch „Ausbildung der Ausbilder“ (AdA) genannt Vorbereitung auf die IHK-Prüfung nach AEVO/ Ausbildereignungsprüfung

Was ist ein ADA Schein?

AEVO- ist die Abkürzung für den Begriff Ausbildereignungsverordnung. Diese wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aufgrund des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) erlassen. Auch der Begriff „Ausbildung der Ausbilder“ (AdA) wird in vielen Bundesländern verwendet. Die AEVO regelt, unter welchen Voraussetzungen eine Person als Ausbilder im Sinne des Berufsbildungsgesetzes anerkannt werden kann. Dieser Ausbilderschein ist eine notwendige Voraussetzung, um als Ausbilder/In im Unternehmen tätig werden zu können.

Seit August 2009 gibt es eine überarbeitete Ausbilder-Eignungsverordnung AEVO, in der das Kompetenzprofil der Ausbilder/innen vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und der berufs- und arbeitspädagogischen Entwicklung beschrieben wird. Diese wurde nicht nur wegen der demografischen Veränderungen novelliert, sondern auch aufgrund der gestiegenen Qualitätsanforderungen angepasst.

Hierfür wurden für die Ausbilder/Innen die Strukturen der Handlungsfelder angepasst.
Diese Handlungsfelder orientieren sich am Ablauf der Ausbildung und sind untergliedert in:

  • Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
  • Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken
  • Ausbildung durchführen
  • Ausbildung abschließen

Diese 4 Handlungsfelder sollen helfen, die Ausbilder/Innen noch besser auf ihre neuen Aufgaben vorzubereiten. Des Weiteren gibt es seit 2009 einen modernisierten Rahmenplan, der von einem Fachbereich unter der Leitung des BBiG erarbeitet wurde. Er soll bundesweit einen einheitlichen Qualitätsstandard bei der Durchführung von Ausbildereignungs-Lehrgängen sichern.

Das erlangen des Ausbilder-Eignungsscheines reicht jedoch nicht aus, um ausbilden zu können. Zusätzlich muss eine Eignung des Ausbildungsbetriebes nachgewiesen werden. Der Betrieb muss bei der jeweils zuständigen Kammer zugelassen sein.

Hat man die Befähigung auszubilden, schließt das die Berechtigung zur Ausbildung noch nicht ein. Der Ausbilderschein allein reicht hierfür nicht aus, sondern kennzeichnet vielmehr die Befähigung zur Ausbildung im jeweiligen Fachbereich innerhalb eines Betriebs. Für die Berechtigung sind zusätzliche Nachweise zu erbringen. Nur wer die Befähigung zusammen mit der Berechtigung hat, kann Personen ausbilden.
Voraussetzungen für die Zulassung gibt es keine, d.h. „jeder“ kann sich anmelden, aber nicht jeder darf ausbilden, denn das Berufsbildungsbesetz BBiG fordert wie zuvor die notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse sowie eine persönliche Eignung.

Zu den notwendigen Anforderungen für die Berechtigung ausbilden zu können, zählen unter anderem eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein erfolgreich absolviertes Studium sowie der Nachweis der Vorstrafenfreiheit.

Nach AEVO Ausbilder-Eignungsverordnung ist folgendes geregelt:

§ 1 Geltungsbereich

Ausbilder und Ausbilderinnen haben für die Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz den Erwerb der berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach dieser Verordnung nachzuweisen. Dies gilt nicht für die Ausbildung im Bereich der Angehörigen der freien Berufe.

Wer den Ausbilderschein erlangt, erhält einen bundesweit anerkannten Qualifikationsnachweis über die Kenntnisse in den relevanten arbeits- und berufspädagogischen Bereichen.
Er kennzeichnet die Befähigung zur Ausbildung im jeweiligen Fachbereich innerhalb eines Betriebs.

Wer den Ausbilderschein bestanden und erhalten hat, muss nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) noch Nachweise über die persönliche Eignung und berufliches Fachwissen als angehender Ausbilder erbringen, wie z.B. über den Ausbildereignungsschein.

Eine Vielzahl an Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter darin, den Ausbilderschein der IHK zu erlangen, da eine innerbetriebliche Ausbildung ein wichtiges Merkmal zur Qualitätssicherung und zur Wissensvermittlung im Unternehmen darstellt.

Welche Berufe/Berufsgruppen benötigen den ADA Schein

Den Ausbilderschein sowie die Berechtigung zur Ausbildung benötigen alle Ausbildungsbetriebe mit Ausnahme der „freien Berufe“. Dazu zählen Ausbildungen in Tätigkeitsfeldern, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Wie beispielsweise die Juristen oder die Steuerberater.

Unternehmen aus Dienstleistungsbereichen, dem Handel, der Industrie, dem Handwerk, der Landwirtschaft und dem öffentlichen Dienst sind in Deutschland verpflichtet mindestens 1 Angestellten als Ausbilder nach Ausbildereignungsverordnung AEVO für die Azubis/ Auszubildenden vor Ort nachzuweisen. Dieser ist Ansprechpartner und Verantwortlicher für die Ausbildungsprozesse und Abläufe.

Berufsgruppen aus dem gewerblichen Bereich, technischen Bereich und kaufmännischen Bereich.

Ausbildung der Ausbilder nach AEVO Kompaktseminar

Unser Kompakt- oder auch Intensivseminar geht über 2 x 2 Tage. Im Unterschied zu anderen Ausbildungsbetrieben, die den Vorbereitungskurs über 2 Wochen anbieten, erhalten Sie bei uns 4 Tage Lernstoff und Prüfungsvorbereitung mit der Auflage sich in Heimarbeit und Selbstlernphasen auf die Präsentation und das Fachgespräch vorbereiten zu müssen.

Intensivseminar in 4 Tagen

Prüfungstermin bei der IHK (immer den 1. Dienstag im Monat)

Investition: Ihre Investition finden Sie in den jeweiligen Terminen
zzgl. IHK Prüfungskosten: 130,00 €

Im Preis enthalten sind:

  • kompletter Ordner mit Ausbildungsunterlagen und Vorbereitung auf die Prüfung
  • eine Lernkartei
  • Broschüre „Ausbildung & Beruf“

Teilnehmerzahl: min. 4

Mit dem Bestehen der Prüfung, erhalten Sie den nach §30 Berufsbildungsgesetz vorgeschriebenen Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung.

Voraussetzungen

Abgeschlossene Berufsausbildung bzw. Zulassung gemäß Rechtsvorschrift der Ausbildereignungsverordnung.

Prüfung

Die Prüfungen werden durch die zuständigen Stellen der IHK und HWK abgenommen. Die Prüfungsgebühren sind aus den Gebührentarifen der Kammern ersichtlich und Lehrgangsgebühren sind Sache der Bildungseinrichtungen.
Zur Prüfung meldet sich jeder Teilnehmer eigenständig bei der zuständigen Kammer an. Die Prüfungstermine sind auf den jeweiligen Webseiten ersichtlich.

Fördermöglichkeiten

Prüfung nach der Ausbildereignungsverordnung (AEVO)

Die Industrie und Handelskammer IHK prüft auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes BBiG angehende Ausbilder in kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen. Andere Berufsgruppen werden von den jeweilig zuständigen Kammern, wie Ärztekammer, Rechtsanwaltskammer und Handwerkskammer, geprüft.

Alle Prüfungsteilnehmer müssen in der Lage sein, ihre Fähigkeiten in der Organisation, Durchführung und Kontrolle einer Ausbildung aufzuzeigen. Diese Fähigkeiten werden in einem theoretischen und einem praktischen Teil geprüft. Je nach Prüfungsstelle umfasst die schriftliche Prüfung Multiple-Choice-Fragen, die entweder an einem Computer oder auf einem Prüfungsbogen beantwortet werden müssen. Den praktischen Teil können die Teilnehmer als Präsentation einer berufstypischen Ausbildungssituation oder als praktische Durchführung einer berufstypischen Ausbildungssituation gestalten. In beiden Fällen schließt sich daran ein Fachgespräch an.

Schriftliche Prüfung:

  • ca. 70 Fragen Multiple-Choice
  • 3 Stunden Zeitfenster
  • 50 % muss richtig sein um zu bestehen

Prüfungsfragen zum ADA Schein (Beispiele)

  1. Sie können keine Ausbildung in diesem Beruf anbieten.
  2. Sie müssen fehlende Inhalte notfalls in der Theorie vermitteln.
  3. Sie müssen die notwendige technische Ausstattung und Einrichtung vor Ausbildungsbeginn beschaffen, sonst dürfen Sie keine Ausbildung in diesem Beruf anbieten.
  4. Sie müssen ein anderes geeignetes Unternehmen oder eine überbetriebliche Ausbildungsstätte mit der Vermittlung der entsprechenden Inhalte beauftragen.
  5. Sie müssen die Berufsschule zur Vermittlung der fehlenden Inhalte anhalten.
  1. Sie melden Renate Müller an der Berufsschule an.
  2. Der Ausbildungsberater der IHK wird darüber benachrichtigt, dass Renate Müller eingestellt werden soll.
  3. Sie benennen Renate Müller unter Hinzufügen ihrer Bewerbungsunterlagen dem Betriebsrat als einzustellende Auszubildende und bitten ihn um Zustimmung.
  4. Sie benennen Renate Müller dem Betriebsrat als einzustellende Auszubildende und geben ihm ihre Bewerbungsunterlagen zur Kenntnis.
  5. Sie benachrichtigen Renate Müller über die beabsichtigte Einstellung.
  1. Durch die Teilnahme an der Zwischen- und Abschlussprüfung erfolgt eine Kontrolle in ausreichendem Umfang. Zusätzliche Lernerfolgskontrollen sind nicht notwendig.
  2. Lernerfolgskontrollen sollen kontinuierlich erfolgen, damit ständig Rückmeldungen an den Auszubildenden gegeben werden.
  3. Der Ausbilder braucht bei der geringen Betriebsgröße keine Lernerfolgskontrolle planen, da bei Bedarf die Mitarbeiter zum Ausbildungsstand befragt werden können.
  4. Lernerfolgskontrollen sollen kontinuierlich erfolgen, damit der Ausbilder Rückmeldungen zur Gestaltung weiterer Lernprozesse erhält.
  5. Das Auswerten normaler Ausbildungsaufgaben kann als Lernerfolgskontrolle genutzt werden und mit der Selbstkontrolle des Auszubildenden verbunden werden.
  1. Die Ausbildungsordnung schreibt Beurteilungssysteme bei Beschäftigung von mehr als drei Auszubildenden vor.
  2. Ein Beurteilungssystem ist erforderlich, um das Erreichen des Ausbildungsziels abzusichern und den Verpflichtungen des Betriebes gerecht zu werden.
  3. Die Abteilungsleiter/innen benötigen ein Beurteilungssystem, um die an der Ausbildung beteiligten Mitarbeiter/innen in den Fachabteilungen zu kontrollieren.
  4. Die Personalabteilung benötigt ein Beurteilungssystem, um rechtzeitig festzustellen, welche Auszubildenden übernommen werden.
  5. Ein Beurteilungssystem wird benötigt, um den Auszubildenden regelmäßig über ihren Ausbildungsstand Auskunft geben zu können.

Praktischer Teil der Prüfung zum ADA Schein

Präsentation und Fachgespräch

Der praktische Teil der Prüfung besteht aus der Präsentation einer Ausbildungssituation mit anschließendem Fachgespräch. Jedoch kann nach wie vor eine Ausbildungssituation auch praktisch durchgeführt werden. Das bedeutet, es gibt die Wahl zwischen einer Präsentation der Ausbildungssituation oder einer Simulation der gewählten Ausbildungssituation. Im Anschluss daran folgt ein Fachgespräch, bei dem die Auswahl und Gestaltung der Ausbildungssituation erläutert wird.

Empfehlungen der Industrie- und Handelskammer zur praktischen Prüfung:
 https://www.dresden.ihk.de/servlet/portal?knoten_id=56526&navpfad=3,72982,3542,56526

Für die praktische Prüfung empfiehlt die IHK, eine selbstständig ausgearbeitete Planung für die Gestaltung der Ausbildungssituation zu entwerfen. Diese soll am Tag der schriftlichen Prüfung dem Prüfungsausschuss in dreifacher Ausfertigung ausgehändigt werden.
 Weitere Unterlagen, die abzugeben sind, umfassen eine vollständige und gültige Ausbildungsordnung und ggf. einen betrieblichen Ausbildungsplan. Der Planung ist das Deckblatt mit dem Nachweis der benutzten Hilfsmittel der IHK Dresden (Internet. http://www.dresden.ihk.de/fortbildungspruefungen/ „Anmeldeformular“ und „Anlagen“) als 1. Doppelseite voranzustellen.

Das Deckblatt sowie der Nachweis der Hilfsmittel stehen als Vorlage auf der Homepage der IHK zum Download bereit. 
Hier direkt downloaden.

Zusammengefasst

  • ausgearbeitete Planung für die Gestaltung der Ausbildungssituation (3-fache Ausfertigung) maschinenschriftlich und sollte nicht mehr als fünf Seiten (DIN A 4) ohne Anhang (z. B. Informations- oder Arbeitsblätter) betragen
  • gültige Ausbildungsordnung ggf. betrieblicher Ausbildungsplan
  • Deckblatt Nachweis Hilfsmittel (Vorlage bei der IHK)
  • Inhalt und Gliederung der Planung für die Präsentation oder die praktische Durchführung einer Ausbildungssituation: 
Link zur IHK Seite

Die Ausbildungssituation kann ein konkreter Sachverhalt/ Ziel aus dem Ausbildungsplan sein oder sich auf einen anderen, für die Ausbildung typischen Sachverhalt, beziehen. Dabei soll die Ausbildungssituation einen kleinen Abschnitt der Ausbildung beschreiben, der in sich geschlossen ist, beispielsweise ein Element einer Ausbildungseinheit. Auch möglich ist natürlich, einen umfangreicheren Ausbildungsinhalt zu beschreiben und darin einen Teil abzugrenzen.

Hilfreich ist es auch bei der Präsentation, auf Sachverhalte Ihrer ausgeübten Tätigkeit oder Ihres erlernten Berufes zurückzugreifen, sofern diese mit staatlich anerkannten Ausbildungsberufen vereinbar sind.

Allgemeingültige Gliederung der Planung laut IHK

  • Ausgangssituation, Anliegen der Präsentation / praktischen Durchführung, betriebliche Ausbildungssituation
  • Bezug zur gültigen Ausbildungsordnung
  • Angaben zum Auszubildenden (z. B. Alter, Vorkenntnisse, Verhalten …)
  • Konkretisierung und Hierarchie der Lernziele und Lernbereiche
  • Wahl und Begründung des Vorgehens in der Ausbildungssituation
  • organisatorische Rahmenbedingungen
  • Auflistung und Begründung der genutzten Ausbildungsmittel
  • Ablauf, pädagogisch begründete Arbeitsgliederung, Zeitplanung
  • Darstellung der geplanten Erfolgskontrollen

Ab Januar 2016 werden die schriftlichen Prüfungen nach der Ausbilder-Eignungsverordnung in Dresden am PC geprüft. Eine Testversion der Prüfung steht zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass der zur Verfügung gestellte Aufgabensatz nicht der inhaltlichen Vorbereitung dient. Er soll helfen, die Funktion und die Oberfläche der PC-Prüfung kennenzulernen.

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